Mittelfeld, aber nicht Mittelmaß

Seniorinnen DM 2016
Inge Hartmann, Coach Sebastian „Basche“ Wolf, Veronika Mahler, Ersatzspielerin Gudrun Gauß, Karin Bürger und Sylvia Spies

Ludwigshafen-Oggersheim. Die Seniorinnen des ESV traten an diesem Wochenende bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften an. Der Traum von Treppchen ließ zwar auch in diesem Jahr auf sich warten, doch die Mannschaft bleibt sich treu und platziert sich direkt im Mittelfeld. Nach einem harten Kampf konnten sie einen guten achten Platz von insgesamt 16 Teams ergattern.

Als Württembergischer Meister erkämpften sich die Aulendorfer Seniorinnen abermals die große Ehre, an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften teilzunehmen. Das dritte Mal in Folge für eine der wohl erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte des ESV Aulendorf.

Veronika Mahler und Sylvia Spies starteten am Sonntagmorgen für die Aulendorfer. Tags zuvor war das Team bereits mit einer Gruppe Schlachtenbummler nach Rheinland-Pfalz gereist und in einem nahen Hotel Stellung bezogen.  Alles um an diesem Sonntag so fit wie möglich zu sein. Das war auch bitter nötig. Die Ludwigshafener Plattenbahnen machten es den ESV Spielerinnen nicht gerade leicht. Veronika Mahler erzielte 517 Kegel, während Sylvia Spies 490 Kegel erreichen konnte. Im Vergleich zu den anderen Mannschaften keine schlechten Leistungen, doch um weiter nach oben zu kommen, brauchte es noch mehr. Würden Karin Bürger und Inge Hartmann noch einen drauf setzen können?

Sie versuchten es zumindest. Mit 521 Kegeln für Karin Bürger konnte sie ein ordentliches Ergebnis einfahren. Inge Hartmann hingegen hatte es schwer. Sie erkämpfte sich 477 Kegel. Insgesamt fuhr das Team 2005 Kegel ein. Im Vergleich: Das Sieger Team aus Mansfeld-Südharz erzielte 91 Kegel mehr. Verteilt auf vier Spielerinnen wären es noch mehr als 20 Kegel für jede Aulendorferin mehr nötig gewesen. Wer weiß, vielleicht im nächsten Jahr.

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Zwei Mal VDES Silber für Aulendorf

Rottweil. Mit einer Damen und einer Herrenmannschaft trat der ESV Aulendorfer bei den Bezirksmeisterschafften des Verbandes Deutscher Eisenbahner Sportvereine (VDES) in Rottweil an. Zum ersten Mal seit langem nahm wieder ein Frauenteam des ESV teil und konnte auf Anhieb einen zweiten Platz machen. Die Herren mussten sich nach zwei aufeinander folgenden Titeln in diesem Jahr ebenfalls mit einem zweiten Platz begnügen.

Beim befreundeten ESV Rottweil fanden in diesem Jahr die Württembergischen Eisenbahnermeisterschaften statt. Der Eisenbahnersportverein in Rottweil ist beim Aulendorfer Keglerturnier schon immer ein gern gesehener Gast und feiert in diesem Jahr sein 60 jähriges Bestehen. Die perfekte Kulisse für ein solches Turnier.

Stefanie Bautz eröffnete das Spiel für die Aulendorfer Ladies. Sie konnte 514 Kegel erzielen, was sie in der Einzelwertung auf einen guten fünften Platz brachte. Somit gelang Stefanie Bautz eine kleine Überraschung, denn seit Rundenende hat sie massive Veränderungen an ihrer Technik vorgenommen. Respekt.
Es folgte Julia Schmidt, diese hatte mit am meisten mit den Plattenbahnen der Rottweiler zu kämpfen, die jeden noch so kleinen Fehler oder Drall bestraften. Nach einem katastrophalen Start kämpfte sich Julia aber zurück und erzielte mit 464 Kegeln Platz 16 von 24. Weiter ging es mit Kathrin Magel. Das Aulendorfer Küken zeigte eine sehr gute Leistung, die allerdings von ein paar Fehlwürfen zu viel geschmälert wurde. Mit 509 Kegeln erreichte sie einen siebten Platz. Zuletzt war Teamkapitänin Franziska Zimmermann an der Reihe. Auch sie hatte es mit den Bahnen nicht gerade leicht. Doch mit 513 Kegeln reihte sie sich mit einem sechsten Platz genau zwischen ihren Kolleginnen ein. Insgesamt reichte es den Frauen mit 2000 Kegeln auf einen sehr guten zweiten Platz.

Nun zu den Herren. Eigentlich war ihre Mission die zweite Titelverteidigung, doch es sollte diesmal nicht sein. Los ging es mit Kapitän Marco Schmidt, der 524 Kegel erzielen konnte und sich Rang zehn sicherte. Darauf folgte Christoph Lämmle mit 525 Kegeln. Für ihn gab es den achten Rang. Etwas mehr konnte Sascha Müller mit 540 Kegeln auf die Bahn bringen. Müller schrammte mit Rang vier knapp an einem Treppchenplatz im Einzel vorbei. Mit Platz 17 und 516 Kegeln beendete Pascal Winkler die äußerst zähe Vorstellung der Aulendorfer, die zwar eine konstante Mannschaftsleistung ablieferten, diese befand sich aber leider nicht ganz auf ihrer Höhe. Zu schwer taten sich die Vier in diesem Jahr mit den Rottweiler Bahnen.  Insgesamt erreichten die Herren 2105 Kegel, was immerhin einen zweiten Platz bedeutete. So machten die Aulendorfer mehr als verdient dem ESV Rottweil Platz, die sich in ihrem Jubiläumsjahr Sieg und Titel schnappten. Im nächsten Jahr wird es der ESV Aulendorf sein, der Jubiläum mit der Kegelabteilung feiert und zu den Eisenbahnermeisterschaften einlädt. Vielleicht wird es dem in den letzten Jahren sehr erfolgreichem Quartett ja dann wieder gelingen, sich an die Spitze zu spielen.

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Frühes Aus für ESV Kegler

Baruth/Thonberg. Bei den Deutschen Meisterschaften der U23 scheiterten alle vier ESV Athleten bereits in der Qualifikation zu den K.O. Runden. Während die Gebrüder Oliver und Christoph Lämmle äußerst knapp am Ziel vorbei schlitterten, landeten Kathrin Magel und Franziska Zimmermann auf den hinteren Rängen.

Sie hatten sich sicher mehr erhofft. Nach ihren hervorragenden Leistungen bei den U23 Württembergischen Meisterschaften bei dem der ESV mit Oliver Lämmle und Franziska Zimmermann beide Titel gewinnen konnte ist dieses frühe Aus ein herber Schlag. Vorab gab es zunächst noch eine freudige Überraschung. Kathrin Magel, Viertplatzierte der Württembergischen bekam unverhofft die Möglichkeit bei den 120 Wurf Meisterschaften zu starten und auch Christoph Lämmle, dritter bei den Württembergischen, bekam die Chance auf einen Wechsel. Statt 100 Wurf für Kathrin und 200 Wurf für Christoph, wofür sich die zwei eigentlich qualifiziert hatten, wählten beide die ihnen auch aus den Ligaspielen vertraute Disziplin: den international vorherrschenden 120 Wurf Modus. Auch für diese beiden war das überstehen der Qualifikation bei der Deutschen das erklärte Ziel.

Somit reisten alle vier gen Osten um ihr Können beim Bundesweiten Wettbewerb zur Schau zu stellen. Für die Gebrüder Lämmle ging es am Samstag nach Thonberg, während Kathrin Magel und Franziska Zimmermann in Baruth ihr bestes gaben. In einem Teilnehmerfeld von 32 Sportkeglern galt es unter die besten 16 zu kommen. Dann würde die K.O. Runde starten.

Doch dazu sollte es für die schwarz-gelben Aulendorfer nicht kommen. Während die ESV Spieler auf Landesebene noch für kräftigen Wirbel sorgten, besonders Oliver Lämmle, der damals mit einem neuen Vereinsrekord die Konkurrenz wegfegte, wurde die Luft nun merklich dünner. Mit 579 Kegeln für Christoph und 571 Kegeln für Oliver Lämmle zeigten die Brüder zwar keine schlechten Ergebnisse, doch mit den Plätzen 17 und 18 verfehlten sie die Qualifikation denkbar knapp um ein bis zwei Plätze. Zumindest Sportkamerad Pascal Hartwig vom SKC Berg konnte als Württemberger mit Platz 16 die Qualifikation schaffen.

In Baruth sah es derweil düster aus. Kathrin Magel erreichte mit 506 Kegeln Platz 25. Die 19- Jährige ist in ihrem ersten U23 Jahr, somit ist die Teilnahme für sie ein großer Erfolg. Doch hier wäre für das Aulendorfer Kampfküken sicher noch mehr drin gewesen. Ebenso enttäuschend verlief das Wochenende für Franziska Zimmermann. Mit nur 474 Kegeln landete sie auf dem letzten Platz. Eine bittere Niederlage für Topspielerin und Spielführerin der ersten Damenmannschaft, die eine hervorragende Saison spielte. Ausgerechnet nun auf der ganzen großen Bühne ihr schlechtestes Spiel abzuliefern ist eine bittere Pille. Doch so ist nun mal der Sport. Trotz allem haben es auch in diesem Jahr wieder vier ESV Kegler unter die besten 32 des Landes geschafft. Eine Leistung auf die Stadt und Verein zu Recht stolz sein können, auch wenn sich die Sportler noch mehr erhofften. Doch aus Niederlagen lernt man bekanntlich am meisten und wer weiß wie es in einem Jahr aussieht? Sicher ist, mit den Aulendorfer Keglern ist immer zu rechnen.

Hier geht es zur Seite des DKBC, wo alle Ergebnisse und Tabellen zu finden sind.

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Lukas gewinnt den Cup

Auch dieses Jahr lieferten sich alle Teilnehmer des ESV Vereinscups spannende und hitzige Kämpfe. In der zweiten Auflage des Turniers seit dem Modus Wechsel kämpft sich Lukas Funk an die Spitze. Pascal Winkler und Christoph Lämmle erreichen Platz zwei und drei vor dem Vorjahres Sieger Marco Schmidt auf Platz vier.

Die Kegelsaison ist  vorbei und jedes Ligaspiel gespielt. Für den ESV Aulendorf aber noch lange kein Grund eine ruhige Kugel zu schieben. Traditionell messen sich nach Saison Abschluss die ESV Kegler und Keglerinnen in einem gnadenlosen Wettkampf. Was früher der K.O. Pokal war, ist heute der Vereinscup.
12 Kegler des ESV Aulendorf stellten sich der Herausforderung um den begehrten Wanderpokal. In zwei Gruppen a sechs Spieler verteilt, lieferten sich die Teilnehmer einen erbitterten Showdown nach dem anderen. Pro gewonnenem Satz erhielt jeder Spieler einen Punkt. Bei zehn Wurf pro Satz war dabei kaum Raum für Fehler. Jede Kugel konnte über Sieg und Niederlage entscheiden. Aus allen vier Gruppen qualifizierten sich am Ende die zwei Spieler mit den meisten Punkten für den Einzug ins Halbfinale. Ab hier galt nun ein K.O. System. Wer gegen wen in der K.O. Phase antritt wurde jeweils durch ein Losverfahren entschieden. Bis ins Halbfinale schafften es schließlich aus Gruppe I Christoph Lämmle als Gruppensieger, Titelverteidiger Marco Schmidt als Gruppenzweiter. In Gruppe II schafften es Pascal Winkler als Gruppensieger und Lukas Funk als Nummer II. Somit wurde die K.O. Phase zu einem Match zwischen vier Spielern der ersten Herrenmannschaft. Im Halbfinale setzte sich Lukas Funk nach einem 1:1 denkbar knapp in einem Stechen gegen Christoph Lämmle durch. Das zweite Match entschied Pascal Winkler 2:0 für sich. Nachsehen hatte hier Marco Schmidt, der so kurz vor der Titelverteidigung scheiterte.
Im kleinen Finale tratten sich nun Christoph Lämmle und Marco Schmidt gegenüber. Nach einem 1:1 nach Sätzen entschied Christoph Lämmle das Stechen für sich. Vorjahres Sieger Marco Schmidt landet auf Platz vier, Christoph Lämmle auf Platz drei. Das große Finale endete in einer kleinen Überraschung. Der über das ganze Turnier hervorragend spielende Pascal Winkler hatte hier das nachsehen gegen Aulendorfs Top Jugendspieler Lukas. Zunächst etwas holprig in das Turnier gestartet, konnte er sich bis in Finale nach so manchem knappen Match durchkämpfen. Im Finale selbst gab es dann kein Halten mehr.  Mit 57 Kegeln im ersten und 68 Kegeln im zweiten Satz, was einem neuen Turnierrekord entspricht, entscheidet Lukas Funk beide Sätze für sich. Somit landet Pascal Winkler auf Platz zwei und Lukas Funk wird von Turnierleiter Oliver Lämmle zum Sieger des Vereinscups 2016 gekürt.

Vereinscup
Die Platzierten des Cups: Pascal, Sieger Lukas, Chris und Marco
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ESV holt sich Triple!

Trossingen. Es ist die bisher größte Bühne für die Truppe des ESV: Auf der Achterbahn in Trossingen beim Final Four des WKBV Pokals kämpfen sie mit drei weiteren Mannschaften um den Sieg. Als Oberligist gegen zwei Verbandsliga Teams und eine Mannschaft aus der zweiten Bundesliga. Selbst nach einem so hervorragenden Jahr wie es die Aulendorfer bisher erlebt haben, hätte es wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass es am Ende der ESV sein könnte, der triumphiert. Zunächst gelang eine gnadenlose Aufholjagd gegen den TSV Denkendorf im Halbfinale, dann im Endspiel gegen den TSV Niederstotzingen schaffen die Aulendorfer mit einem neuen Vereinsrekord eine Sensation: das beste Team der Vereinsgeschichte erreicht an diesem Wochenende historisches und holt sich mit dem Württembergischen Pokal nach zwei hart umkämpften Spielen das Triple und qualifiziert sich somit auch für den Deutschen Pokal. Spätestens jetzt ist klar: An Aulendorf führt kein Weg mehr vorbei.

Im Halbfinale am Samstag hieß der Gegner TSV Denkendorf. Kein schlechtes Los für den ESV, immerhin trifft man nicht gleich auf den Favoriten, die Mannschaft des TSV Niederstotzingen. Doch auch der Verbandsligist Denkendorf ist eine Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Den Anfang für den ESV machen Pascal Winkler und Sascha Müller. Beide starten gut ins Spiel, können die ersten Sätze für sich entscheiden. Den beiden gelingt es jedoch nicht ihre Führung zu halten. Pascal Winkler verliert nach einem 2:2 mit 584 um sieben Kegel sein Spiel. Für Sascha Müller endet es in einem Unentschieden. Nach einem 2:2 bei 606 Kegeln ist er Holzgleich mit seinem Kontrahenten und muss sich, trotz anfänglicher Führung, den Punkt teilen. Der ESV liegt somit sieben Kegel und 0,5:1,5 Mannschaftspunkten hinten.

Weiter geht es mit Volker Sauter und Teamkapitän Marco Schmidt. Auch hier sieht es nicht gut aus für den ESV. Beide spielen lange Zeit mit ihren Kontrahenten mit, am Ende kann der ESV seine Chancen aber nicht nutzen. Zu ungenau, zu schlampig zeigen sich die Aulendorfer bisher. So verpasst auch Volker Sauter, wie seine Vorreiter, nach einem 2:2 bei 561 Kegeln um 12 Holz die Chance auf einen Punkt. Spielführer Marco Schmidt muss nach gut 90 Kugeln ausgewechselt werden. Nach einer unachtsamen Bewegung spürte er ein Ziehen in der Hand. Keine Möglichkeit so weiter zu spielen. Der ESV schickt Lukas Funk ins Rennen. Zusammen erzielen die beiden 526 Kegel und verlieren 1:3. Es steht nun 0,5:3,5 nach Punkten und einem Rückstand von 74 Kegeln. Das Aulendorfer Team bringt zu wenig auf der tollen Achterbahn, die ein immenses Schlagverhalten hat. Die Wahrscheinlichkeit das Spiel noch zu drehen ist minimal. Doch mit den Brüdern Christoph und Oliver Lämmle hat Aulendorf noch zwei Asse im Ärmel. Es geht in die letzte Runde. Kaum auf der Bahn machen Lämmles auch schon Druck. Neun, Acht, Neun. Es scheppert fast bei jedem Wurf. Es folgt Aulendorfer Jubel. Nach dem ersten Satz können die Brüder 64 Kegel aufholen. Der ESV ist plötzlich wieder im Spiel. Der zweite Satz: Aulendorf übernimmt um 24 Kegel die Führung. Das Spiel kippt. Beide Lämmles führen 2:0. Machen sie ihre Punkte und halten den Vorsprung gewinnt der ESV. Denkendorf steht nun unter Druck, dennoch gelingt ihnen ein letztes Aufbäumen. Doch das Brüderpaar lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit grandiosen 622 Kegeln gewinnt Christoph 4:0 sein Match und kürt sich zum großen Matchwinner. Sein Bruder Oliver beendet mit 557 Kegeln sein Spiel. Nach einem 2:2 gewann er um 22 Kegel. Der Verbandsligist Denkendorf verliert, sichtlich geschockt, nach einer unfassbaren Aufholjagd 4,5:3,5 bei 3456:3418 gegen das ESV Team. Die Aulendorfer kommen mit einem blauen Auge ins Finale. Gegen den TSV Niederstotzingen würde dieselbe Leistung aber nicht reichen.

Im Finale um den Titel ist es also soweit: Der ESV Aulendorf, Meister der Oberliga, tritt gegen den drittplatzierten der zweiten Bundesliga süd/west, den TSV Niederstotzingen an. Um nur den Hauch einer Chance zu haben, muss nun mehr von den Aulendorfern kommen.
Es beginnen Oliver Lämmle und Sascha Müller. Die beiden machen kein schlechtes Spiel, versuchen so gut es geht Druck auszuüben. Insgesamt kommt zwar mehr raus für den ESV, aber wie tags zuvor scheitert das Anfangspaar an der Chancenverwertung. Wieder geraten die Aulendorfer in Rückstand. Oliver Lämmle verliert mit 573 Kegeln 1:3, während Sascha Müller nach einem 2:2 bei 571 Kegeln um 20 Holz seinen Punkt verpasst. Es steht 0:2 bei 45 Kegeln Rückstand. Das Spiel ist noch nicht vorbei. Alles ist noch möglich.
Weiter geht es mit der Mittelpaarung. Hier spielen für den ESV Lukas Funk und Volker Sauter. Gleich zu Beginn kann der 16 jährige Lukas beeindrucken. Nach zehn Wurf liegt sein Kontrahent, der stärkste Spieler der Niederstotzinger, schon 22 Kegel vorn. 59:81 allein nach den ersten zehn Kugeln. Es sieht gar nicht gut aus, doch Lukas kann das Ding noch drehen. Rotzfrech und voller Elan spielt er im Räumen einen Neuner nach dem anderen. Am Ende gewinnt er den ersten Satz um neun Kegel bei 172:163 Kegeln. Ab da bleibt Lukas dran. Hartnäckig kämpft er sich immer wieder zurück, lässt den Gegner nie ausbrechen. Erst auf der letzten Bahn verliert Lukas etwas den Anschluss, doch bis dahin kann er einen vermeintlich übermächtigen Gegner eindrucksvoll in seine Schranken verweisen. Lukas beendet das Spiel mit 582 Kegel und einer 1:3 Niederlage. Eine absolut hervorragende Leistung für Aulendorfs Nachwuchsstar. Teamkollege Volker Sauter dreht ebenfalls auf und zeigte eine grandiose Leistung. Dreimal konnte er ein Ergebnis von über 160 erzielen und seine Konkurrenz eiskalt hinter sich lassen. Mit phänomenalen 630 Kegeln spielte Volker Sauter einen neuen persönlichen Rekord, gewann 3:1 und kann wichtige Holz gut machen. Der Zwischenstand beträgt nun 1:3 bei 27 Kegeln Rückstand für die Aulendorfer. Abermals liegt es am Schlusspaar das Spiel zu drehen.
Pascal Winkler und Christoph Lämmle stellen sich der Herausforderung. Nach einem hervorragenden Start kann Christoph in Führung gehen, Pascal liefert sich ein Duell auf Augenhöhe, zieht zunächst aber den Kürzeren. Immer wieder starten die beiden Angriffe, attackieren verbissen. Stück für Stück kommt der ESV näher. Dann, nachdem Aulendorf das ganze Spiel über hinterher hinkte, überholt der Oberligist das Team aus der zweiten Bundesliga. Nur knapp, aber der ESV ist vorne. Da war sie, die kleine Chance auf den Sieg. Die Konkurrenz dreht im letzten Vollen nochmal auf, kann für einen kurzen Moment die Führung wieder übernehmen. Doch Pascal Winkler und Christoph Lämmle kämpfen. Während ihre Teamkameraden im Hintergrund sich die Seele aus dem Leib schreien, können die beiden Schlussspieler sich durchsetzen. Nach einem 2:2 kann Christoph Lämmle mit 593 Kegeln um 17 Holz gewinnen. Pascal Winkler setzt sich in einem brutalen Schlussspurt mit 622 Kegeln ebenfalls nach einem 2:2 durch, dass er um 30 Holz gewinnen kann.
Es war ein extrem hart umkämpfter Sieg. Doch die Mannschaft hatte sich nie aufgegeben, blieb stets dran, hat immer alles versucht und am Ende gelingt den jungen wilden des ESV Aulendorfs die Überraschung. Gegen eine spielstärkere, höher klassige Mannschaft setzt sich die Aulendorfer Truppe 5:3 bei 3571:3551 durch und gewinnt den Württembergischen Pokal. Die absolute Krönung einer Saison, die ihres gleichen sucht. Der ESV Aulendorf holt sich das Triple und ist Meister der Oberliga Süd 2015/2016, Bezirkspokalsieger 2015 und nun auch WKBV Pokalsieger 2016.

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