K.O. in Runde Drei

Aulendorf. Sportkegeln. Das Abenteuer Deutscher Pokal ist für die ESV Herren vorbei. Im Kampf David gegen Goliath, ESV Aulendorf gegen den SKC Victoria Bamberg gewinnt der Favorit aus der ersten Bundesliga. Aber die Aulendorfer verabschieden sich erhoben Hauptes aus dem Wettkampf. Wenn es auch keine große Überraschung gab, so wenigstens eine kleine: Aulendorfer Jugendspieler Lukas Funk schlägt den ehemaligen Weltmeister Nicolae Lupu.

Wie zu Erwarten: ein volles Haus zu diesem Sportevent der Extraklasse. Viele Sport-und Kegelfreunde aus der näheren Umgebung ließen es sich nicht nehmen dem Ereignis beizuwohnen. Schiedrichter Manfred Hauser übernahm die Leitung des Spiels und übernahm die Begrüßung, bevor er das Spiel pünktlich eröffnete.

Für den ESV gingen Sascha Müller und Christoph Lämmle an den Start. Die zwei starteten zögerlich und etwas angespannt in das Match. Müller bekam es mit Florian Fritzmann zu tun. Nach anfänglichen Problemen gelang es Müller zwar sich immer wieder nach oben zu kämpfen, doch am Ende war der Unterschied einfach zu deutlich. Jede Offensive des Aulendorfers konterte der versierte Erstligist ohne jede Probleme aus. Trotz guter Leistung von 585 Kegeln unterlag Sascha Müller 0:4 gegen Florian Fritzmann. Mit 651 Kegeln zeigte Fritzmann die beste Leistung des Nachmittags. Besonders auf der letzen Bahn drehte der Bamberger gehörig auf und erzielte 180 Kegel.

Auch Christoph Lämmle konnte seinem Kontrahenten Julian Hess nicht das Wasser reichen. Er startete ebenso zögerlich wie sein Teamkamerad. Dann jedoch drehte er auf. Im zweiten Satz trennte den Aulendorfer nur zwei Kegel vom Ehrentreffer, insgesamt gab es dann aber auch für Christoph Lämmle nichts zu holen. Sein Match endete 0:4 bei 568:627 Kegeln. Bereits in der Anfangspaarung machten die Oberfranken ihre Favoritenrolle geltend und deklassierten die Aulendorfer förmlich, die trotz guten Leistungen nicht einen Satz gewinnen konnten. Bei einem Zwischenstand von 0:2 lag das ESV Team bereits 125 Kegel zurück. Schwierige Situation für Marco Schmidt und Lukas Funk, die im Mittelpaar für Aulendorf starteten. Schmidt Kontrahent war Christian Jelitte. Gleich zu Beginn wurde es hier spannend. Der Bamberger hatte Startschwierigkeiten. Die Chance für Schmidt einen ersten Satzpunkt für Aulendof einzufahren. Doch auch Aulendorfs Kapitän war die Anspannung anzumerken und so blieb auch diese Chance ungenutzt. Zwischenzeitlich geriet Schmidt im nächsten Satz gehörig ins straucheln, konnte sich in der zweiten Hälfte aber wieder fangen. Gegen Christian Jelitte konnte er aber nicht ankommen. Schmidt verlor 0:4 bei 525:599 Kegeln.

Gegenüber gab es das Highlight des Spiels aus Aulendorfer Sicht. Lukas Funk, die große Hoffnung des ESV und Vorzeigetalent seiner Jugendarbeit, trat gegen den ehmaligen Weltmeister und rumänischer Nationalspieler Nicolae Lupu an. Einer der ganz großen Namen im Kegelsport. Während die „alten“ Hasen im Aulendorfer Team etwas zitterten, zeigte sich Lukas von Anfang an von seiner besten Seite. Ging der erste Satz trotz Topleistung des 17-Jährigen noch an den erfahrenen Lupu, hagelte es schon im zweiten Beifall für den ESV Nachwuchs. Nach 180 Kugeln konnte Lukas Funk den ersten Satz für die oberschwäbischen Verbandsligisten einfahren. Doch bei diesem Satz blieb es nicht. Lukas wollte mehr und blieb hartnäckig und so ging auch der dritte Satz hauchdünn an den Jugendlichen aus Aulendorf, der nun elf Kegel im Vorteil war. Spannender ging es nicht. Trotz all dem Druck, das ausnahme Talent zeigte weiterhin, was er kann und blieb dran. Da war sie dann, die kleine Sensation: Lukas Funk gewinnt nach einem 2:2 hauchdünn gegen Nicolae Lupu bei 624:616 Kegeln. Der 17-jährige wurde zum Ex-Weltmeister Bezwinger, holte für die Aulendorfer den Ehrenpunkt und erzielte eine neue persönliche Bestleistung. Ganz großer Sport.

Doch die Partie war längst nicht zu Ende. Oliver Lämmle und Pascal Winkler waren noch an der Reihe. Die beiden übernahmen einen Rückstand von 1:3 bei einem Minus von 191 Kegeln. Eigentlich keine Chance bei diesem überlegenen Gegner noch etwas auszurichten. Dennoch, ein Versuch war es wert. Oliver Lämmle traf auf Christian Wilke. Gleich zu Beginn entwickelte sich hier ein spannender Kampf. Satz für Satz war der jüngere der Gebrüder Lämmle an seinem Kontrahenten drann. Am Ende gelang es ihm aber nicht, die Chancen die Wilke ihm gab, auch für sich zu nutzen. Auch Oliver Lämmle verlor 0:4 bei 553:580 Kegeln. Eine letzte Chance auf einen weiteren Mannschaftspunkt hatte derweil Pascal Winkler. Nachdem er den ersten Satz trotz guter Leistung abgeben musste, gelang ihm in Satz zwei der Anschluss und im dritten ein Unentschieden gegen Miroslav Jelinek. Doch im alles entscheidenden letzten Satz gelang es Pascal Winkler nicht, das Niveau zu halten, was seitens der Konkurrenz gnadenlos bestraft wurde. Ein weiterer Punkt ging hier an die Gäste aus Bamberg. Pascal Winkler erzielte 585:626 Kegel und unterlag 1,5:2,5. Das Spiel endete mit einer harten 1:7 Niederlage für die junge Aulendorfer Truppe, die mit  3440: 3699 Kegeln keine Chance gegen den SKC Victoria Bamberg hatte, der nicht enttäuschte und einen neuen Bahnrekord auf der ESV Anlage erzielte. Trotz allem also ein tolles Erlebnis für die ESV-Kegler und die Zuschauer. Für die Aulendorfer ist das Abenteuer nun vorbei. Dem SKC Victoria Bamberg wünscht der ESV für den weitern Wettbewerbsverlauf viel Erfolg und „Gut Holz“.

 

Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren...

%d Bloggern gefällt das: