WKBV Final Four in Öhringen mit Tief- und Höhepunkten

3.Platz ESV Aulendorf beim WKBV-Pokal
hinten v.l. : Tim Eisele, Marco Schmidt, Pascal Winkler, Heiko Funk, Christoph Lämmle
vorne kniend v.l. : Oliver Lämmle, Kai Lämmle und Benjamin Sorg

SF Friedrichshafen – ESV Aulendorf 3371:3235 Kegel 6:2MP

Die Herren vom ESV Aulendorf durften in Öhringen beim WKBV-Finale gegen die zukünftigen Erstligisten vom SF Friedrichshafen antreten. Doch schon bei der Aufstellung gab es für beide Mannschaften kleine Probleme, da ein paar Spieler auf beiden Seiten verletzungs- oder urlaubsbedingt für das Final Four nicht zu Verfügung standen. Dennoch stand viel auf dem Spiel für die ESV-Herren. Zwei der Vier Mannschaften sind Bundesligisten der ersten oder zweiten Liga und somit für den Deutschen Pokal meldeberechtigt. Der ESV als Verbandsligist muss ich das Ticket erst verdienen, ebenso wie der SKC Markelsheim. Ziel des Wochenendes war es also sich vor den Markelsheimern zu platzieren um erneut die Qualifikation für den DKBC Pokal zu erringen. Ein Sieg über die Häfler könnte hier schon die Qualifikation bedeuten.  

Der Anfang machten Benjamin Sorg und Christoph Lämmle. Die ersten zwei Durchgänge verschläft Sorg noch etwas. So lag er anfänglich 0:2 hinten, konnte sich ab dem dritten Durchgang jedoch durchsetzen und drehte das Spiel zu einem 2:2, das mit 538:554 Kegeln an den Aulendorfer ging.

Lämmle gewann sein ersten Durchgang, dabei blieb dann auch. Es folgten zähe und knappe Duelle, in denen er leider den Kürzeren zog. Das Volle mit Gesamt 384Kegel war gut, nur im Abräumen hat es teilweise gefehlt. Lämmle trennte sich 3:1 und 589:560 zugunsten seines Gegners. Damit verließ das Paar die Bahn mit 1:1MP und 13 Kegel Rückstand auf die Häfler.

Als nächstes betraten Kai Lämmle und Pascal Winkler die Bahnen. Lämmle an diesem Tag mit großen Schwierigkeiten im Ablauf, versuchte sich immer wieder zurück zu kämpfen, was ihm leider nicht gelang. Somit verlor Kai Lämmle mit 4:0 und 525 zu 593 Kegel.

Winkler startete gut in die Partie, hatte aber dann doch ab dem zweiten Durchgang zunehmend Probleme. Beim letzten Durchgang wurde es nochmals spannend. Winkler brauchte hier noch einen Satz. Bis auf der letzten Schub war noch alles möglich, dann das Unentschieden im letzten Satz. Mit 119:119 Kegel im letzten Durchgang  Endstand war dann 1,5:2,5 SP und 541:537 zugunsten für Aulendorf.

Das letzte Paar, Tim Eisele und Marco Schmidt, ging mit 2:2 Mannschaftspunkten und 85 Kegel Rückstand auf die Bahn. Keine leichte Aufgabe, denn ab jetzt hieß es fast jeden Satzpunkt und den dazugehörigen Mannschaftspunkt holen.

Anfänglich konnte Eisele noch gut mithalten. Im zweiten Satz schnappte er sich den ersten Satzpunkt, dabei blieb es dann. Kleine Flüchtigkeitsfehler hatten hier ihren Tribut gezollt. Trotzdem gab er nicht auf. Eisele verließ die Bahn mit 3:1 SP und 557:527 Kegel und musste einen weiteren Punkt an die Häfler abgeben.

Schmidt spielte im ersten Durchgang gut und konnte sogar Holz aufholen. Leider wurde dieser Vorsprung im zweiten Durchgang wieder zur Nichte gemacht. Den dritten Durchgang mit knappe 4 Kegel Vorsprung konnte er dann wiederum für sich entscheiden. Da das Spiel dann gelaufen war ging es nur noch um Schadensbegrenzung. So erzielte Schmidt auf den letzten Würfen ein Ergebnis von 2:2 SP und 553:532 Kegel. Auch er gab seinen Punkt ab.

Damit verlor man zwar das Spiel deutlich, aber die Hoffnung lag am nächsten Tag auf dem Spiel gegen den SKC Markelsheim.

SKC Markelsheim – ESV Aulendorf 3278:3431 Kegel 1:7 MP

Am zweiten Tag ging es nun im Spiel um Platz drei um den Einzug in den Deutschen Pokal.

Die Aufstellung blieb bis auf eine leichte veränderte Besetzung im Schlusspaar.

Den Anfang machte das Duo Christoph Lämmle und Benjamin Sorg. Sie stellten gleich mal die Weichen für den Sieg und den 3.Platz. Lämmle zeigte gleich am Anfang mit 160 Kegel große Stärke. Im zweiten Durchgang ging es weiter mit sehr guten 99 Kegel im Volle und 71 im Abräumen, blieb sein Summe bei 170 stehen. Somit wechselte er mit herrvoragenden 330 Kegel die Bahn. Doch Dann verlor er kurzzeitig den Faden, blieb aber gelassen und sicherte drei Satzpunkte und starke 610 Kegel.

Sorg zog mit Lämmle mit, was hier auch bitter nötig war, denn sein Kontrahent schenkte ihm nichts. Im ersten Satz gewann Sorg knapp mit 150:156 seinen ersten Satzpunkt. Auch im zweiten Satz lief es für Sorg gut, doch sein Gegner spielte eine Neun nach der anderen, somit konnte er diesen Satz mit 174:161 leider nicht für sich entscheiden. Damit stand es für Sorg zur Hälfte 1:1 und er wechselte die Bahn mit 317 Kegel. Im dritten Durchgang verlor er 10 Holz auf sein Gegner denn trotz guten Volle, lief es im Abräumen bescheiden. Doch im letzten Durchgang haute Sorg einen raus. Viele 8er und 9er fielen und nach 15 Würfe in die Volle hatte er unglaubliche 120 Kegel stehen. Im Abräumen mit 44 Kegel konnte er dennoch zufrieden sein und sein Totalisator endete bei 609 Kegel. Er gewann mit 2:2 Sätzen sein Mannschaftspunkt ebenfalls.

Damit stand es nach dem Anfangspaar für Aulendorf 0:2 und ein Vorsprung von 96 Kegeln für das Mittelpaar Pascal Winkler und Kai Lämmle.

Winkler hatte etwas zu kämpfen mit den Bahnen. Er kam nicht so wie gewohnt in seine Gassen, konnte aber trotzdem gute Ergebnisse abliefern. In den Vollen war er konstant mit jeweils 88 und 92 Kegel. Bei den letzten zwei Durchgängen konnte er jeweils mit 54 Kegel im Räumen glänzen. Somit konnte Winkler zwei Sätze und gute 551 Kegel für sich verbuchen, aber leider gegen 562 Kegel nicht für den Mannschaftspunkt ausreichte.

Für Kai Lämmle lief es um einiges besser als am Vortag. Gleich sein erster Durchgang zeigte Mut und Willen. Mit 106 in die Vollen und 59 Abräumen endete in diesem Durchgang bei 165 Kegel. Aber dann fand er kurzzeitig nicht mehr in seine Spur im zweiten Satz und verlor sein Satzpunkt. Doch im dritten und vierten Satz holte er weitere Satzpunkte, wenn auch knapp mit jeweils 132:137 und 140:142. Somit stand sein Totalisator bei 568 Kegel und er erzielte den verdienten Mannschaftspunkt.

Damit ging das Schlusspaar Marco Schmidt und Kegelstar Heiko Funk mit einem Vorsprung von 125 Kegel und 1:3 MP an den Start.

Auch Schmidt war von Beginn an auf Sieg auf und zeigte dies auch auf der Bahn mit dem ersten Durchgang. In die Volle traf er 102 und im Abräumen 53 Kegel. Somit stand seine Summe letztlich bei 155 Kegel, was gleichzeitig auch sein bester Durchgang in dieser Partie war. Auch der zweite Durchgang war nicht schlecht und er holte einen weiteren Satzpunkt mit 126:137. Im dritten Satz verlor er kurz mal den Faden doch im Vierten Satz biss er die Zähne nochmals zusammen und erreichte sehr gute 150 Kegel und erzielte damit den Satz und auch den MP. Nach langer Abstinenz durfte Kegelstar Heiko Funk wieder eine ruhige Kugel schieben. Notgedrungen aus dem Kegelruhestand reaktiviert, konnte er auf der Bahn zeigen was er noch aus vergangenen Zeiten drauf hat. Keine einzige Bahn war unter 120 Kegel. Im ersten Durchgang gewann er knapp mit 9 Kegel Vorsprung sein Satz mit 118:129 Kegel. Knapp geschlagen wegen nur 4 Kegel musst Funk seinen zweiten Satz abgeben mit 134:130. Auch im dritten Satz blieb er konstant bei seinem 130 Kegel und gewann ein weiteren Satzpunkt. Und im letzten Durchgang haute Heiko Funk in die Volle nochmals einen raus mit tollen 103 Kegel und im Abräumen mit 43 Kegel. Somit blieb sein Summe bei 146 Kegel stehen was auch der beste Durchgang seiner Partie war. Sein Totalisator endete bei guten 535 Kegel und auch er gewann auch seinen MP. Somit gewannen die Herren den 3.Platz und dürfen zum zweiten Mal im Folge beim Deutschen Pokal antreten. Bis dahin sollte auch Kapitän Oliver Lämmle wieder fit sein, der an diesem Wochenende als wichtiger Ersatz nur zuschauen durfte.

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